Mathematik-Matura: Ohne Können keine Freude

von | 30.05.2018 | Liste Niederösterreich

Am Dienstag den 29. Mai wurde der bekannte Mathematiker und ÖVP-Abgeordnete Prof. Rudolf Taschner im Ö1-Morgenjournal zu den schlechten Ergebnissen der Mathematik Zentralmatura interviewt. Prof. Taschner hat mit seiner Forderung "Mathematik muss mehr Freude machen” recht. Allerdings zieht er daraus die falschen Schlussfolgerungen.

Er schlägt eine Teilung der Matura in Pflicht und Kür vor. Wobei – nach seinen eigenen Worten – bei der Kür schon das 1x1 genügt.

Musizieren macht erst dann Freude, wenn der Ton erklingt, denn man spielen will. Kochen erst dann, wenn der Teig so gemacht wurde, dass sich die Knödel im Kochwasser nicht auflösen und auch Fußballspielen wird es erst dann ein Vergnügen, wenn man den Ball kontrollieren kann.

In der Mathematik ist es nicht anders - der Weg dahin erfordert wie überall eine gewisse Anstrengung.

Man muss angesichts derartiger Ergebnisse die Aus- und Weiterbildung der Mathematiklehrer verbessern und muss sich letztendlich von jenen trennen, die dazu nicht bereit sind.

Man muss auch von den Schülern ein Mindestmaß an Leistungsbereitschaft verlangen. Die Botschaft “es genügt für einen Maturanten das 1x1” ist das vollkommen falsche Signal. Die Forderung von Prof. Taschner läuft dahin hinaus, für manche Schultypen den Mathematik Unterricht überhaupt zu streichen. Das 1x1 sollte man schon nach der Volksschule können.

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